Über gedankenkosmos.

Über gedankenkosmos.
Lesen heisst, sich Zeit zu nehmen, um sich selbst zu begegnen.

Literatur ist für mich ein Ort, an dem wir uns selbst beobachten können. In Geschichten stecken oft Antworten auf Fragen, die wir uns im Alltag gar nicht zu stellen trauen. Ich setze mich mit Texten auseinander, um herauszufinden, was sie uns über unsere eigene Realität sagen. Ohne Beschönigung, aber mit dem Ziel, etwas zu verstehen.

Wer schreibt hier?

Ich bin Sebastian. Mein Weg war alles andere als geradlinig: Musiker, Pädagoge, Start-up-Gründer, Verkäufer. Aber die Titel sind nebensächlich.

Geprägt hat mich etwas anderes - das Leben: Der Leistungsdruck in der eigenen Familie, die Entscheidung, meinen Wert nicht mehr über die Erwartungen anderer zu definieren. Die Erfahrung, dass ein massiver Gewichtsverlust zwar den Körper verändert, die Unsicherheit aber im Inneren bleibt. Und das Lernen in Beziehungen – was es bedeutet, verletzt zu werden und selbst zu verletzen.

In dieser bunten Welt habe ich mich oft gefragt: Wer bin ich eigentlich, wenn ich aufhöre, all diese Rollen zu spielen? Ich habe gelernt, dass Identität nichts ist, was man besitzt oder erreicht. Sie entsteht im Tun, im echten Erleben. Heute weiss ich jeden Tag mehr: Das Leben beginnt erst dann, wenn man aufhört, perfekt sein zu müssen und anfängt, echt sein zu wollen. Es ist eine bewusste Entscheidung – jeden Tag.

Diese Erfahrungen sind mein eigentliches Studium des Menschseins. Sie sind der Grund, warum ich heute Psychologie studiere, Bücher seziere und neugierig darauf geblieben bin, was uns als Menschen ausmacht. Ich schreibe nicht über Theorie, sondern über das, was ich selbst durchlebt habe und beobachte.

Und wenn das Denken zu laut wird, tanze ich Salsa. Nicht perfekt, aber mit Herz.

Willkommen im Gedankenkosmos.

Nicht alles lässt sich erklären. Aber manches lässt sich erkennen – wenn wir uns trauen, hinzuschauen.

-Sebastian